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Verfahren und Kriterien

Für die Durchführung der Verfahren hat die AQ Austria in der Privatuniversitäten-Akkreditierungsverordnung 2019 (PDF) verbindliche Verfahrensregeln und Entscheidungskriterien festgelegt.


Die Privatuniversitäten-Akkreditierungsverordnung 2019 ist am 01.02.2019 in Kraft getreten. Für alle zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Privatuniversitäten-Akkreditierungsverordnung 2019 bereits anhängige Verfahren gilt Privatuniversitäten-Akkreditierungsverordnung (PDF) (gültig von 1. Juli 2015 bis 31. Jänner 2019).
 

Die Verfahrensregeln sind für die institutionelle und die Programmakkreditierung nahezu identisch und entsprechen den Grundsätzen der Standards and Guidelines for Quality Assurance in the European Higher Education Area (ESG). Damit sichert die AQ Austria die internationale Anerkennung des österreichischen Qualitätssicherungssystems und unterstützt die internationale Anerkennung der Studiengänge.


Da die AQ Austria in Akkreditierungsverfahren behördlich tätig wird, sind außerdem die österreichischen Verwaltungsverfahrensvorschriften zu beachten.
 

Die Privatuniversität (bzw. die Privatuniversität in Gründung) reicht einen Antrag ein, der die Erfüllung der Kriterien dokumentiert. Nachdem die AQ Austria den Antrag auf seine formale Korrektheit und Vollständigkeit überprüft und gegebenenfalls einen Verbesserungsauftrag erteilt hat, benennt sie Gutachterinnen und Gutachter, die die Hochschule und/oder den Studiengang/die Studiengänge begutachten. Hierfür führt die Agentur im Regelfall einen Vor-Ort-Besuch durch, auf dem die Gutachterinnen und Gutachter sich in Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern der antragstellenden Hochschule über die Erfüllung der Akkreditierungsvoraussetzungen und die Qualität der Hochschule und/oder der Studiengänge überzeugen. Anschließend fertigen die Gutachterinnen und Gutachter ein Gutachten an, das gemeinsam mit einer Stellungnahme der Hochschule Grundlage für die Akkreditierungsentscheidung durch das Board der AQ Austria ist. In seiner Entscheidung ist das Board weisungsfrei und unabhängig. Nach der Genehmigung des Akkreditierungsbescheides durch den zuständigen Minister/die zuständige Ministerin veröffentlicht die AQ Austria einen Ergebnisbericht, der die Entscheidung samt Begründung und das Gutachten umfasst. Der Ablauf des Akkreditierungsverfahrens (PDF).
 

Die Kriterien (§§ 14 ff Privatuniversitäten-Akkreditierungsverordnung (PDF) (gültig von 1. Juli 2015 bis 31. Jänner 2019)) bzw. §§ 15 Privatuniversitäten-Akkreditierungsverordnung (gültig ab 1. Februar 2019) umfassen die institutionellen und studiengangsbezogenen Akkreditierungsvoraussetzungen (§ 2 Privatuniversitätengesetz, § 24 HS-QSG) und darüber hinaus Standards zur Begutachtung der Qualität der Hochschule und ihrer Studiengänge. Sie beziehen sich auf die Qualifikationsziele, das Studiengangskonzept, die personellen Ressourcen, die Raum- und Sachausstattung sowie die hochschulinterne Qualitätssicherung.

Akkreditierungsrelevante Änderungen

Änderungen von institutionellen Akkreditierungen und Programmakkreditierungen bedürfen jedenfalls einer bescheidmäßigen Genehmigung, wenn Änderungen die folgenden Merkmale betreffen:


1. Änderung der Bezeichnung des Rechtsträgers der Privatuniversität oder der Bezeichnung der Privatuniversität;


2. Änderung des Studienplans, die das Profil des Studiengangs wesentlich verändert, der Bezeichnung des Studiengangs, der Organisationsform, des Gesamtarbeitsaufwands (in ECTS-Anrechnungspunkten), der Dauer (in Semestern), der verwendeten Sprache und/oder des Wortlauts des zu verleihenden akademischen Grades (einschließlich der abgekürzten Form);


3. Änderung des Orts bzw. der Orte, an dem der Studiengang durchgeführt wird;


4. Änderung der Satzung durch Ergänzung von Richtlinien für Habilitationsverfahren nach bescheidmäßiger Genehmigung eines facheinschlägigen Doktoratsstudiengangs.


Hinweis: 


Da Änderungen am Curriculum oder an der Studienorganisation (zB Wechsel von Präsenz- zu Fernstudium) einen Einfluss auf die Erreichung des Qualifikationsziels haben können, wird empfohlen, diese der AQ Austria zwecks Abklärung der Akkreditierungsrelevanz vorab bekanntzugeben.