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Bildungspolitische Rahmenbedingungen

Mehrere Strategien bzw. Entwicklungen europäischer Bildungspolitik können als Treiber für die Anerkennung und Anrechnung von Kompetenzen auf Hochschulstudien und -Studiengänge genannt werden, insbesondere der Bologna-Prozess (Hochschulbildung), die Strategie des Lebenslangen Lernens (LLL), der Kopenhagen-Prozess (Berufliche Bildung) und die Lissabon-Strategie im Bildungsbereich, der eine die verschiedenen Stränge bündelnde Wirkung zukommt.

Auf nationaler Ebene wurde im Juli 2011 die österreichische Strategie zum lebensbegleitenden Lernen „LLL:2020“ von der Bundesregierung verabschiedet, die vorsieht, dass erworbene Fertigkeiten und Kompetenzen „unabhängig davon, wo sie erworben wurden, anerkannt und als Qualifikation zertifiziert werden, wodurch non-formale und informelle Bildungsprozesse gleichwertig neben formale Bildungswege treten“ (LLL:2020, S. 44).


Auf nationaler Ebene hat sich außerdem eine Arbeitsgruppe der Hochschulkonferenz mit der Förderung nicht-traditioneller Zugänge im gesamten Hochschulsektor beschäftigt. In einem breit angelegten Konsultationsprozess wurde im Jahr 2017 eine nationale Validierungsstrategie zur umfassenden Anerkennung von Ergebnissen non-formaler und informeller Lernprozesse erarbeitet. Seit dem Jahr 2014 befasst sich die AQ Austria in mehreren, durch das BMBWF, vormals BMWFW, unterstützten, Projekten mit Fragen der Qualitätssicherung von Verfahren zur Anerkennung und Anrechnung non-formal und informell erworbener Kompetenzen.