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Verfahren und Kriterien

Für die Durchführung der Verfahren hat die AQ Austria in der Fachhochschul-Akkreditierungsverordnung (PDF) (gültig ab 1. Juli 2015) verbindliche Verfahrensregeln und Entscheidungskriterien festgelegt.

 

Die Verfahrensregeln sind für die institutionelle Akkreditierung und die Programmakkreditierung nahezu identisch und entsprechen den Grundsätzen der Standards and Guidelines for Quality Assurance in the European Higher Education Area (ESG). Damit sichert die AQ Austria die internationale Anerkennung des österreichischen Qualitätssicherungssystems und unterstützt die internationale Anerkennung der Studiengänge.

 

Da die AQ Austria in Akkreditierungsverfahren behördlich tätig wird, sind außerdem die österreichischen Verwaltungsverfahrensvorschriften zu beachten.

 

Die Fachhochschule (bzw. die Fachhochschule in Gründung) reicht einen Antrag ein, der die Erfüllung der Kriterien dokumentiert. Nachdem die AQ Austria den Antrag auf seine Vollständigkeit und Begutachtungsfähigkeit überprüft und gegebenenfalls einen Verbesserungsauftrag erteilt hat, benennt sie Gutachter/innen, die die Hochschule und/oder den Studiengang/die Studiengänge begutachten. Hierfür führt die Agentur im Regelfall einen Vor-Ort-Besuch durch, auf dem die Gutachterinnen und Gutachter sich in Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern der antragstellenden Hochschule über die Erfüllung der Akkreditierungsvoraussetzungen und die Qualität der Hochschule und/oder der Studiengänge überzeugen. Anschließend fertigen die Gutachterinnen und Gutachter ein Gutachten an, das gemeinsam mit einer Stellungnahme der Hochschule Grundlage für die Akkreditierungsentscheidung durch das Board der AQ Austria ist. In seiner Entscheidung ist das Board weisungsfrei und unabhängig. Nach der Genehmigung des Akkreditierungsbescheides durch den zuständigen Minister/die zuständige Ministerin veröffentlicht die AQ Austria einen Ergebnisbericht, der die Entscheidung samt Begründung und das Gutachten umfasst. Der Ablauf des Akkreditierungsverfahrens (PDF) bzw. Der Ablauf des Akkreditierungsverfahrens mit Einbezug von BMGF-SV (PDF)

 

Die Kriterien (§§ 13 ff Fachhochschul-Akkreditierungsverordnung (PDF) (gültig ab 1. Juli 2015)) umfassen die institutionellen und studiengangsbezogenen Akkreditierungsvoraussetzungen (§ 8 FHStG, § 23 HS-QSG) und darüber hinaus Standards zur Begutachtung der Qualität der Hochschule und ihrer Studiengänge. Sie beziehen sich auf die Qualifikationsziele, das Studiengangskonzept, die personellen Ressourcen, die Raum- und Sachausstattung sowie die hochschulinterne Qualitätssicherung.

Akkreditierungsrelevante Änderungen

Änderungen in einem der folgenden Punkte betreffen den Kern der akkreditierten Fachhochschule bzw. des akkreditierten Studiengangs und bedürfen daher gemäß § 12 Fachhochschul-Akkreditierungsverordnung (PDF) (gültig ab 1. Juli 2015) der Genehmigung durch die AQ Austria:

 

1.   Trägergesellschaft
2.   Bezeichnung der Hochschule
3.   Bezeichnung von Studiengängen
4.   Qualifikationsziel und -profil der Studiengänge
5.   Dauer und Umfang der Studiengänge
6.   Organisationsform
7.   Verwendete Sprachen
8.   Anzahl der Studienplätze
9.   Wortlaut der zu vergebenden akademischen Grade
10. Standort/e der Hochschule
11. Durchführungsort/e von Studiengängen

 

Hinweis:

 

Da Änderungen am Curriculum oder an der Studienorganisation (zB Wechsel von Präsenz- zu Fernstudium) einen Einfluss auf die Erreichung des Qualifikationsziels haben können, wird empfohlen, diese der AQ Austria zwecks Abklärung der Akkreditierungsrelevanz vorab bekanntzugeben.